Tag 3 – Kontrastprogramm
Was gehört in New York zum absoluten Pflichtprogramm? SHOPPING!!! So oft habe ich schon gehört, wie gut und vergleichsweise günstig man in New York Klamotten kaufen kann, endlich will ich auch in den Genuss kommen. Und dann auch noch das: Für unsere nächsten Flüge nach Deutschland haben wir ZWEI Gepäckstücke pro Person inklusive! Insgesamt viermal 23 kg plus 16 kg Handgepäck. Wie wir das schleppen sollen, weiß ich zwar nicht, ABER: Wir brauchen uns einkaufstechnisch nicht zurückhalten – zum ersten Mal auf der gesamten Reise. Man überlegt ansonsten doch sehr genau, ob man das Teil WIRKLICH haben muss, wenn man es danach noch für Monate schleppen darf.
Die intensive Recherche nach den besten Shopping Optionen fällt auf das Mills Outlet Center in New Jersey. Hört sich weiter weg an, als es ist, dafür ist die Besteuerung auf Klamotten dort eine andere als in New York – und verspricht dadurch noch ein paar Schnäppchen extra. Und bei mehr als 200 Läden sollte sich das am Ende doch lohnen…
Mit dem Bus geht es eine gute halbe Stunde hin zur riesigen Shoppingmall. Gleich morgens zu Ladenbeginn, damit der Tag gut ausgenutzt werden kann, wir haben schließlich viel vor und bleiben tatsächlich bis kurz vor Ladenschluss um 21 Uhr.
Long story short: das Shoppingergebnis nach diesem Marathon-Tag in der Mall: Jeder hat zwei Teile. Und die sind auch eher Alibi-Käufe, weil ich nicht akzeptieren wollte, so viel Zeit zu verbringen und am Ende NICHTS zu kaufen. So lange war ich noch nie am Stück in einer Mall, auch wenn die Zeit in dem Riesenladen vergangen ist wie im Flug. Und noch nie war die Ausbeute so gering.
Es ist wirklich erstaunlich. Unsere Bedürfnisse haben sich so sehr geändert, dass wir uns selbst überraschen. Ja, es gibt hier tausende schöne Dinge. Die anprobierten Klamotten passen auch und sind preislich in Ordnung. Alles gut. Und gleichzeitig brauchen wir nichts davon. Bei jedem schönen T-Shirt oder Kleid, denke ich mir: Aber ich habe doch schon ein schönes T-Shirt und ein schönes Kleid; was soll ich denn mit noch einem? Alles weitere fühlt sich gedanklich nach Ballast und nach Bereicherung an.
Uns wird hier bewusst, wie sehr uns die letzten Monate geprägt haben. Vor einem Monat waren wir noch im tiefsten Amazonasgebiet, wohnten in einem Holzhaus ohne Wasseranschluss oder Strom. Haare gewaschen haben wir, indem wir uns mit Schüsseln aus Kürbissen Flusswasser über den Kopf gekippt haben. Der Tagesrhythmus richtete sich nach dem natürlichen Tageslicht.
Jetzt befinden wir uns in einem vollklimatisierten, künstlich beleuchteten mega Gebäude. Der materielle Überfluss springt uns entgegen, wo immer wir hin schauen. Wozu bloß der ganze Kram? Es gleicht plötzlich alles der puren Sinnlosigkeit. Man investiert so viel Zeit darin, etwas auszusuchen, bezahlt Geld, um es zu haben, muss sich drum kümmern, waschen, aufräumen, Platz haben, rumschleppen. Auch wieder ein Investment an Zeit, Geld und Energie, nur um von materiellen Gütern umgeben zu sein. Wozu nochmal? Klar braucht man ein paar Dinge, die das Leben wirklich angenehmer und annehmlicher machen. Aber das sind wirklich nur wenige. Definitiv NICHT dieser massive Überfluss.
Heute reicht es uns aus, das alles gesehen zu haben. Mit unseren beiden Minitütchen machen wir uns auf den Rückweg nach Manhattan. Zweitgepäckstücke wird es keine geben. Und das Gefühl, möglicherweise etwas verpassen zu können, ist auch vollkommen besänftigt. Gesehen haben reicht, haben müssen ist nicht nötig.
Keine zusätzlichen Koffer fürs Freigepäck. Wir haben schon alles, was wir brauchen.
Trotz der minimalen Shoppingausbeute fühlt sich der Tag dennoch sehr erfüllt an. Einfach mal ziellos rumbummeln ohne den Versuch sich wissenswerte Hintergrundinformationen zu merken oder noch die nächste tolle Sehenswürdigkeit zu sehen. Auch schön.
„Wir sind schon ganz schön rumgekommen”, meint Udo am Ende des Tages, “haben Manhattan erkundet, waren in Staten Island, Brooklyn und New Jersey. Und wir sind erst drei Tage da”.
Tag 4 – Es grünt so grün…
Es ist kalt. Von 32 Grad an Tag 2 runter auf mittlerweile 11 Grad. Wir hatten in Summe jetzt ein gutes Jahr lang (Hoch-)Sommer. Da kommen einem 11 Grad vor wie Gefriertruhe. Ich wusste gar nicht mehr, wie sich Eishände anfühlen. Die Erinnerung ist schnell zurück. Als Einzige weit und breit bin ich mit einem Wollstirnband unterwegs. Was muss, das muss. Und die Haut ist mittlerweile so trocken. Eindeutig kein Regenwaldklima mehr. Zwar ist nicht mehr alles dauerfeucht. Aber staubtrocken ist auch nicht so toll.
Gut eingepackt im Travel-Hippie-Style machen wir uns nochmal auf Richtung Times Square, schießen ein paar Fotos vor Ort (unter anderem von einem Tomate-Mozzarella-Panino für schlappe 16,95 USD), amüsieren uns über überdimensionierte HotDog Skulpturen, sowie Batman, Spiderman und King Kong, die uns lebensgroß entgegenkommen. Aus allen Richtungen flackern uns leuchtende Bilder von den riesigen Showtafeln entgegen. Menschen aus aller Welt treffen sich an diesem Ort, es sprechen kaum zwei Leute hintereinander die selbe Sprache.
Völlig bizarr erscheint uns, dass an der nächsten Straßenecke der ganze Trubel schon vorbei ist und wir uns in einem “normalen” Wohngebiet befinden – ohne Superhelden, die auf dem Gehsteig unseren Weg kreuzen.
Schließlich kommen wir an einem weiteren unbedingten MUSS in New York an: Dem Central Park!!! Zwar ist der Central Park flächenmäßig kleiner als der Englische Garten in München (was ich als ehemalige Wahlmünchnerin nicht ohne Stolz betone), aber mit etwa 341 Hektar ist er doch gaaanz schön groß. Und so hügelig, wer hätte das gedacht? Ich hatte eine riesige ebenerdige Wiesenfläche erwartet. Sowas von daneben! Mal urig verzweigt, mal tief waldig, mal weit und flach, mal voller Felsen und Bächen.
Und dazu kommen so viele Schauplätze, die ich aus Film- und Fernsehen wiedererkenne. “Oh, guck mal, das hier ist doch aus…”, hört mich Udo öfter begeistert feststellen. Zum Beispiel Szenen aus Harry und Sally, Eat Pray Love, Der Teufel trägt Prada und natürlich Sex and the City.
Was für eine vielseitige Parkanlage, es gefällt uns so richtig gut hier. Und ringsum die ganzen Wolkenkratzer, mitten um die grüne Idylle herum. Unweigerlich drängt sich mir die Frage auf, wie diese vielseitige Landschaft mitten in das platte Manhattan passt. Sah die ganze Insel etwa früher so aus, wie der Park hier? Eine kurze Internetrecherche liefert die Antwort.
Kurz gesagt: Ja.
Etwas länger: Bevor die Stadt entstand, war Manhattan eine hügelige, felsige und von Sümpfen durchzogene Insel mit dichtem Mischwald. Die Stadt wurde im Laufe von 200+ Jahren massiv eingeebnet und umgeformt: Viele der ursprünglichen Erhebungen wurden im 18. und 19. Jahrhundert weggesprengt, um Bauland und Baumaterial zu gewinnen. Außerdem sollte das Straßennetz mit dem berühmten Gitternetz umgesetzt werden und ein Fundament geschaffen werden, auf das man später Gebäude mit 500 Metern Höhe drauf stellen kann.
Was für eine unvorstellbare Leistung. Auch wenn mich die Vorstellung der ursprünglichen Landschaft mit ihrer üppigen Flora und Fauna und ihren indigenen Völkern nicht weniger fasziniert.
Der Central Park wurde dagegen größtenteils auf dem natürlich vorhandenen Gelände angelegt. Die Landschaftsarchitekten haben ab den 1850ern Felsen freigelegt und bewusst ins Design integriert, künstliche Seen angelegt, Wege modelliert, Erde bewegt und Pflanzen ergänzt. Die Hügel selbst sind größtenteils natürlich. Der Park bewahrt also mehr von der natürlichen Topografie der Insel als viele andere Stadtteile.
Unser Rückweg führt uns einige Stunden später durch die Upper East Side zur Park Avenue 930 – Charlotte York’s Haus, wo sie in der Serie ihr heiß geliebtes Apartment bewohnte (SATC Insider, also für mich natürlich ein MUSS 😉).
Während Udo danach einige technische Dinge zu erledigen hat, führt mich ein kleiner Bummel durch die Straßen von SoHo. Das angesagte Viertel in Lower Manhattan ist bekannt für seine gusseisernen Architekturfassaden, Kopfsteinpflasterstraßen, Luxusboutiquen und Kunstgalerien. Wieder ist bei mir eher Window-Shopping angesagt. Ich brauche nichts. Aber es macht auch Spaß, mir anzuschauen, was ich alles nicht kaufe. Zu sehen gibt es viel. Selbst ein H&M Laden ist ein Hingucker und macht in SoHo mitten in New York City viel mehr her als sonst irgendwo…
Tag 5 – Zeitreise
Es ist noch kälter! Und der Regen! Optimistisch ziehen wir unsere Regenjacken als letzte Schicht über alle anderen langen Klamotten, die wir dabei und längst an haben. Nach 50 Metern vor der Tür müssen wir der Realität aber ins feuchte Auge blicken: Der Sprühregen kommt von allen Seiten, vor allem von vorne. Wir können kaum sehen, was direkt vor uns ist. So macht ein weiterer Aussichtsausflug wenig Sinn.
Also statt Sightseeing draußen, machen wir Sightsharing drinnen: wir sortieren Fotos, schreiben und teilen Artikel, beantworten Nachrichten, …
Und machen uns schlau über unseren derzeitigen Standort: New York war und ist seit jeher ein magischer Anziehungspunkt. Vor allem auch für ein deutsches Publikum. Das weiß offensichtlich auch die Redaktion der ARD Mediathek 😉 Und schwupps, geht’s mit Dokus und Reportagen wieder auf gedankliche Zeitreise:
Etwa 5,5 Millionen Deutsche sind im 19. Jahrhundert in die USA eingewandert. Von damals ca. 20 Millionen deutscher Gesamtbevölkerung ist das mehr als jeder Vierte! Über eine Million kamen allein in den 1880er Jahren. Bis 1874 galt Bremerhaven als größter Auswandererhafen Europas. Eine Überfahrt dauerte damals 14 Tage. Der Preis für ein Ticket der 3. Klasse: Ein Monatsgehalt.
Ein Blick in den Kochtopf
Hummer gab es damals en masse und gerne auch schon morgens zum Frühstück aus Dosen gelöffelt. Er war günstig und galt als Arme-Leute-Essen. Ist das zu glauben? Wenn man Hunger hatte, konnte man einfach mit einem Körbchen unterm Arm zur Uferkante Richtung Hudson River laufen und fröhlich drauf los sammeln, so reichlich waren sie vorhanden. Wild- und Meerestiere gab es damals in derartiger Fülle, dass man sich gar nicht vorstellen konnte, dass der frische “Vorrat” jemals enden könnte. Wie schnell das dann doch ging, wissen die Generationen von heute…
Auf dem Einfluss der Deutschen Küche beruhen heute weit verbreitete Gerichte wie Frankfurter, Hamburger, Bratwurst und Strudel. Auch die Renaissance der Mikrobrauereien ist von deutschen Brauern geprägt. Eine weitere deutsch-amerikanische Spezialität sind Brezeln, die in den USA erstmals Julius Sturgis 1861 in Pennsylvania auf den Markt brachte.
Prägende Persönlichkeiten
Ein deutscher Ingenieur hat die Brooklyn Bridge konstruiert. Baron von Steuben, ein ehemaliger preußischer Offizier, leitete den Aufbau der amerikanischen Armee im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und machte so den Sieg über die britischen Truppen möglich. Die erste Multimillionärin des Landes kam aus Kassel: Von bettelarm in Deutschland zum riesen Hehlerimperium in den USA. Ihr Diebesgut wird insgesamt auf etwa zehn Millionen Dollar geschätzt. Für damalige Verhältnisse ein unvorstellbares Vermögen. Ein zweifelhaftes Geschäftsmodell und doch beachtliche Lebensleistung.
Auch viele heutige Weltmarken nahmen ihren Anfang durch eingewanderte Deutsche oder Deutschsprachige: zum Beispiel Budwiser, Steinway Piano, Levis oder Heinz Ketchup.
Welches Frankfurt meinst du?
Lustig finde ich, dass in den meisten US-Bundesstaaten heute noch Orte mit bekannten Ortsnamen zu finden sind, die auf Stadtgründungen von Deutschen zurückgehen: beispielsweise Berlin (New Hampshire), Hamburg (New York), Munich (North Dakota), Cologne (Minnesota), Stuttgart (Arkansas), Augsburg (Arkansas), Bremen (Georgia), Minden (Nebraska), Flensburg (Minnesota), Dresden (Ohio), Kiel (Wisconsin), Hanover (Pennsylvania), Paderborn (Illinois), Karlsruhe (North Dakota), New Leipzig (North Dakota), Meppen (Illinois), Weimar (Texas), Jena (Louisiana) oder Bingen (Washington) .
Nach oben keine Grenze
Von Einwanderern, die auf unbewirtschaftetem Land mit kaum mehr als einem einzigen Koffer ankamen, zum teuersten Pflaster der Welt: Der Steinway Tower mit direktem Blick auf den Central Park beherbergt heute 46 Wohnungen auf 72 Stockwerken. Kaufpreis pro Einheit: 15 bis 66 Millionen US Dollar. Zusätzlich darf man mindestens 16.000 USD monatliche Nebenkosten budgetieren; ohne Strom oder Wasser. Schön könnte man zum Beispiel im 42. Stock wohnen: 4 Zimmer, 420 qm, nur 26 Millionen USD Kaufpreis bei 200.000 USD jährlichen Nebenkosten. Sagen wir so: der Makler muss hier nicht lange auf passende Interessenten warten…
Tag 6 – Haken dran
Nach einer Woche an Land denkt unser Körper immer noch, dass es schaukelt, wenn wir abends im Bett liegen. Krass, wie intensiv unser vorheriger Segeltörn ins Körpersystem aufgenommen wurde.
Draußen ist inzwischen wieder frühlingshaft warm. Nach dem gestrigen ruhigen Tag im Apartment sind die vielen Reize der Stadt einigermaßen verarbeitet und wir wollen unbedingt wieder raus, denn unser Aufenthalt neigt sich langsam dem Ende.
Altes Muttchen oder was?
Trotz aller Genügsamkeit in Shopping Dingen, bestätigen doch Ausnahmen die Regel, oder? Und ein Einkauf im Victoria’s Secret auf der 5th Avenue ist einfach Pflicht. Und Schlüppis zählen ja auch nicht wirklich als Klamotten..
Mit wachem Blick halte ich Ausschau nach den motivierten Verkäuferinnen, damit ich ihnen bloß nicht wieder blindlinks in die Arme laufe. „Can I help you, mommy?“ hieß es vor drei Tagen im Einkaufszentrum in der Victoria’s Secret Filiale im Mills Outlet. Wahrscheinlich ist das hier einfach eine ganz normale und freundlich gemeinte Anrede. Trotzdem war ich maximal irritiert. Weder hatte ich ein kleines Kind dabei, noch trage ich eine dicke Kugel vor mir her. Also kann die Dame ja nur ein altes Muttchen in mir sehen – so erzählte es mir zumindest mein Kopf. Und killte damit jegliche Lust, mich nach der schönen Unterwäsche umzuschauen, die die “Engel” voller Glanz und Gloria über den Laufsteg tragen.
Also hier in der 5th Avenue ein neuer Versuch. Wehe, hier sagt nochmal einer mommy zu mir! Auf mehreren Etagen entfaltet sich das ganze Ausmaß an Pink, Glitzer und Spitze, dass das weibliche Herz höher schlagen lässt. In den Aufgängen hängen die Originalflügel aus berühmten Shows. In der obersten Etage ist eine eigene Ausstellung zu vergangenen Shows, große Leinwände vermitteln das Gefühl, man würde direkt am Laufsteg stehen und die Show miterleben. Man wird schon in eine ganz eigene Welt entführt, das können sie hier schon gut. Und auf dem Weg runter kauft man dann halt noch das eine oder andere Teil, was man ja eh “braucht” 🤪.
Wir holen uns einen Spiegelei-Avocado-Käse-Bagel bei Liberty Bagels, eine populäre Anlaufstelle für typisch New Yorker Frühstück mit handgemachten, im Kessel gekochten Bagels und einer großen Auswahl an Cream Cheese sowie herzhaften Belägen. Am Teich (the Pond) im Central Park lassen wir uns bei schönster Sonne unser Frühstück schmecken und beobachten einfach ein bisschen das Treiben an diesem schönen Ort. Der Central Park gehört definitiv zu meinen Lieblingsplätzen in New York. Durch Zufall entdecken wir auch noch einen riesigen schwarzen Frosch, den wir erst für unecht halten, weil er so riesig aussieht, aber dann dreht er sich doch plötzlich einmal um 😳
Anschließend machen wir noch letzte Haken an offene Wanna Do’s oder Wanna See’s: einmal hoch und runter im Trump Tower, nur um’s mal gesehen zu haben (ja, es ist dort so dekadent und selbstverherrlichend, wie man denkt).
Ein schöner Spaziergang durch den High Line Park, bietet eine entspannte Abwechslung zum zügigen Marsch entlang der sonstigen Blocks und Little Island ist nochmal ein süßer kleiner Park direkt am und auf dem Wasser, der aussieht, als wäre er auf verschieden großen Martinigläsern aus Beton angelegt. Schließlich führt uns ein letzter Abstecher noch zu Carry Bradshaws Apartment, was zugegebenermaßen in der Serie etwas glamouröser und stilvoller wirkt. Vor den Dreharbeiten wurde offensichtlich auch immer die Treppe gekehrt und die Mülltonnen aus der Sicht geräumt. Auch dass an Stelle von Mister Big mit seiner Limousine jetzt Reihen von blauen City Bikes vor der Tür stehen, ändert einiges am Flair. Naja, ein bisschen Illusion darf man sich ja auch erhalten.
Am Abend gönnen wir uns noch ein weiteres Highlight: Ein“ und wurde Off-Broadway Feel-Good-Musical im New World Stages Theater. Das Stück A Sign of the Times ist eine nostalgische, energiegeladene Revue, die die Hits der 1960er Jahre nutzt, um eine Geschichte über weibliche Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Wandel zu erzählen. Das Musical spielt im Jahr 1965 und folgt einer jungen Fotografin, die versucht, in der turbulenten Zeit des Vietnamkriegs, der Bürgerrechtsbewegung und der Frauenbefreiung in New York City Fuß zu fassen. Von der kraftvollen Gesangsleistung, den aufwendigen Choreografien und dem gelungenen Bühnenbild sind Udo und ich völlig berauscht und entzückt. Ein absolut grandioser letzter Abend in New York – und damit der letzte Abend unserer gesamten Reise von über acht Monaten.


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